Welche Meldungen sind nach dem HinSchG geschützt?

Erfahre, welche Meldungen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) geschützt sind. Wir erklären, welche Whistleblower-Meldungen rechtlich abgesichert sind und wie Hinweisgeber Schutz genießen.

9/3/20251 min read

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Welche Meldungen sind nach dem HinSchG geschützt?

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) bietet Schutz für Personen, die Missstände in Unternehmen oder Behörden melden. Doch nicht jede Meldung fällt automatisch unter den gesetzlichen Schutz. Wer also Whistleblower Meldungen tätigen möchte, sollte wissen, welche Informationen geschützt sind.

1. Geschützte Meldungen nach dem HinSchG

Das HinSchG schützt Meldungen, die auf rechtswidrige Handlungen oder Verstöße gegen Vorschriften hinweisen. Dazu gehören insbesondere:

  • Verstöße gegen europäische und nationale Vorschriften, z. B. Korruption, Steuerhinterziehung oder Betrug.

  • Gefährdung von Sicherheit, Gesundheit oder Umwelt.

  • Diskriminierung oder Verstöße gegen Arbeitsschutzregelungen.

Wichtig: Die Meldung muss in gutem Glauben erfolgen. Das bedeutet, dass der Hinweisgeber davon überzeugt sein muss, dass die Information zutrifft.

2. Was nicht geschützt ist

Nicht jede Beschwerde fällt unter den Schutz des HinSchG. Meldungen, die rein persönlicher Natur sind oder sich auf private Meinungsverschiedenheiten beziehen, genießen keinen gesetzlichen Schutz. Auch unwahre Anschuldigungen können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

3. Schutz für Whistleblower

Wer eine Hinweisgeber Meldung macht, genießt unter dem HinSchG besondere Rechte:

  • Vertraulichkeit der Identität

  • Schutz vor Benachteiligung, Kündigung oder Mobbing

  • Möglichkeit, Meldungen sowohl intern als auch extern an Behörden zu richten

4. Fazit

Das HinSchG stärkt die Position von Whistleblowern deutlich. Wer HinSchG geschützte Meldungen abgibt, handelt rechtlich abgesichert – solange es sich um Missstände von öffentlichem Interesse handelt.

Durch den Schutz wird nicht nur die Aufklärung von Fehlverhalten erleichtert, sondern auch das Vertrauen in Unternehmen und Behörden gestärkt.